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Die IPF-Umschaltfunktion ermöglicht es, zwei Interpolationsfaktoren in definierten Durchflussbereichen vorzugeben und auszuwerten.
Zwei Interpolationsfaktoren durch die IPF-Umschaltfunktion

VSE entwickelt IPF-Umschaltfunktion für zwei Durchflussbereiche

Die VSE-Entwicklungsabteilung hat in die Signalaufbereitungs- und Verstärkereinheit der Schraubenspindelzähler aus der Serie der Rotorsensoren (RS) eine neue Funktion integriert. Mit dieser praktischen Neuerung kann der Anwender zwei Interpolationsfaktoren (IPF) in definierten Durchflussbereichen vorgeben und diese hochauflösend auswerten.

Die IPF-Umschaltfunktion ist ein besonders großer Vorteil für Prozesse, bei denen sehr hohe Anforderungen an die Bandbreite der Durchflussbereiche gestellt werden – etwa in der Hydraulik, der Verfahrenstechnik oder im Prüffeld.

Meistens ist es der Fall, dass mehrere Durchflusssensoren für diese Prozesse benötigt werden, weil nicht alle Messbereiche von einem einzelnen Volumensensor abgedeckt werden können. Die größeren Baugrößen liefern zu wenige Informationen (Impulse) in den niedrigen Durchflussbereichen, die kleineren Baugrößen sind aufgrund ihrer Mechanik für höhere Durchflussbereiche ungeeignet. Auch ein Volumensensor mit einem hoch eingestellten Interpolationsfaktor kann zu Problemen im Auswerteverfahren führen. Die benötigte Impulsanzahl ist zwar für die niedrigen Bereiche optimal, aber oft ist die angeschlossene Auswerteeinheit für die hohe Impulszahl in den höheren Durchflussbereichen nicht ausgelegt. Die generierten Frequenzen des Durchflussmesssystems liegen über den verarbeitbaren Eingangsfrequenzen der Auswertung, wodurch die weiteren Ergebnisse fehlerhaft sind und die Messung entsprechend unbrauchbar wird. Bei jedem der beschriebenen Fälle besteht ein Problem mit der benötigen Impulszahl beziehungsweise mit der Auflösung für den jeweiligen Durchflussbereich.

Mit der IPF-Umschaltfunktion für die RS-Baureihe lässt sich diese Problematik beheben. Der Anwender kann hiermit explizit die Interpolationsfaktoren für zwei Durchflussbereiche vorgeben – zum Beispiel einen hohen Interpolationsfaktor für den niedrigen Durchflussbereich und einen niedrigen Interpolationsfaktor für den höheren Durchflussbereich. Der Umschaltpunkt des Interpolationsfaktors wird während der Inbetriebnahme einmal über eine sogenannte Teach-Funktion gespeichert. Im darauffolgenden Normalbetrieb wird dann automatisch umgeschaltet. Über die dritte Signalleitung erhält die Auswertung zum Beispiel über einen digitalen oder analogen Eingang die Information, welche Impulswertigkeit beziehungsweise welcher Interpolationsfaktor gerade aktiv ist. Der Status der IPF-Aktivierung wird also signalisiert. Das Potential auf diesem Kanal wechselt äquivalent mit der Umschaltung des Interpolationsfaktors.